• Stadt Kindberg

      • Im Mürztal, etwa 17 km nordöstlich der Bezirkshauptstadt Bruck an der Mur und zirka 20 km südwestlich von Mürzzuschlag befindet sich die Mittelschule Kindberg. Wir liegen in der Mitte mehrerer Alpen. Aufgrund der guten Verkehrslage der „Venedigerstraße“ – über den Semmering – erfolgte bereits im 13. Jahrhundert die Markterhebung durch Rudolf von Habsburg und das Stadtrecht wurde im Jahre 1982 vergeben.

        Ein besonderes Wahrzeichen der Stadt ist der Kindberger Zunftbaum, welcher sich am Hauptplatz befindet und von Anton Babion gestaltet wurde.

    • Geschichte der Schule

          • Kindberg auf dem Weg zur Stadt der Schulen

            Das gesamte Bürgertum der 1920er bestand auf eine Bürgerschule. Damals gab es im Mürztal bisweilen nur in Mürzzuschlag und in Kapfenberg diese Art von Bildungsinstituten. Da diese Schulen jedoch als Privatschulen galten, wurde die heutige MS-Kindberg – damalig noch Hauptschule – erst unter der Leitung von Alfred Frischenschlager als prov. Leiter von 1943 bis 1945 geöffnet. Diese konnte mit Hilfe des Hammerwerks (VOEST) in Aumühl seine Pforten öffnen

        • 1940 - 1950
          • Kriegs und Nachkriegszeit

            Kriegs und Nachkriegszeit

            Aufgrund des Zweiten Weltkriegs konnte die Schule nicht sofort gebaut werden. Am 6. September 1943 kamen die ersten 40 Schüler und Schülerinnen aus den Gemeinden: Kindberg,  Allerheiligen, Mürzhofen und der Stanz an die Schule.

            Die Schule wurde im Herbst 1944 für Kriegsflüchtlinge freigeräumt und der Unterricht wurde aus diesem Grund verlagert und im „Cafe Wien“ in Mürzzuschlag abgehalten.  Nach dem Einmarsch der Alliierten konnten der Unterricht mit 1. Juni 1945 unter Irma Kahr von 1945 bis 1947 wieder im Schulgebäude aufgenommen werden.

            1946/47 verließen die ersten 40 Absolventen die Schule. Am 1. Oktober 1947 übernahm Johann Leisch die Position des Schulleiters. Mit seiner Neuübernahme kam es auch zu einer Renovierung des Schulgebäudes am 21. April 1949. Am 10.Februar 1951 wurde diese dann mit acht Klassen feierlich eröffnet. Zwei Jahre später wurde auch eine Küche und einen Turnsaal angefertigt (1952) und außerdem wurde dem Gebäude ein Lehrerhaus und ein Sportplatz hinzugefügt, was die Schule komplett machte.

        • 1960 - 1970
          • Die Teilung in zwei Schulen

            Die Teilung in zwei Schulen

            1966/1967 wurde erstmals der Polytechnische Lehrgang mit drei Klassen eingeführt. Zuständige Führung war hierfür Anton Falzberger. Das Musisch-pädagogische Realgymnasium (BORG) wurde 1969 eröffnet, weshalb im Zubau drei Klassen- und zwei Nebenzimmer an dieses abgegeben werden mussten. Mit 616 Schüler*innen, die in 20 Klassen unterrichtet wurden, erreichte die Hauptschule in diesem Jahr ihren zwischenzeitlichen Höchststand. Aufgrund der enormen Größe wurde die Hauptschule in Kindberg über einen Antrag zu Beginn des Schuljahres 1970/71 in zwei Schulen geteilt. Nach diesem Antrag gab es in der Hauptschule in Kindberg nun eine Aufteilung für Knaben im unteren Stockwerk unter der Leitung des bisherigen Leiters Leisch und die Hauptschule für Mädchen im oberen Stockwerk unter Franz Seidl als provisorischem Leiter. Aufgrund der enormen Schüleranzahl entschied man sich für Nachmittagsunterricht und sogenannte Wanderklassen

        • 1970-1990
          • Zusammenlegung von Mädchen und Knaben und "Neue Hauptschule"

            Zusammenlegung von Mädchen und Knaben und "Neue Hauptschule"

            1978 übernahm Helge Haller die Leitung der Knabenschule. Unter ihrer Führung kam es im Schuljahr 1980/81 zu größeren Änderungen. Aufgrund eines einstimmigen Beschlusses erfolgte die Umbenennung der Knabenhauptschule in August-Musger-Hauptschule und die Mädchenhauptschule in Jakob-Eduard-Schmölzer-Hauptschule. Jedoch gab es ab dem folgenden Schuljahr eine Durchmischung der beiden Schulen in Buben- mit Mädchenklassen.

            Im Jahr 1982, wo Kindberg von der Mark zur Stadt erhoben wurde, fand in der Stadt auch das Schülerligafinale statt. Nicht nur im Fußball war die Schule groß, sondern auch die schulinterne Bibliothek wurde eröffnet. 1984/85 erhielt der Elternverein den Kinderfreunde-Oscar.

            1985/86 wurde die Schule zur Neuen Hauptschule und es gab Leistungsgruppen in Deutsch, Englisch und Mathematik.

            1988 übernahm Friedrich Zotter die August-Musger-HS. Darauffolgend – im Jahr 1990 –übernahm der ehemalige Fußballprofi, späterer Bürgermeister der Stadt, Karl Hofmeister die Jakob-Eduard-Schmölzer.  Kurz zuvor wurde mit der Generalsanierung des Gebäudes begonnen und der Physiksaal für beide Schulen neu errichtet.

        • 1990 - 2000
          • Teamteaching und erste Generalsanierung

            Teamteaching und erste Generalsanierung

            1989/90 gab es das Projekt „Schüler lernen den Wald verstehen“, welches in „Steiermark heute“ gezeigt wurde.  1990/91 bekam die Schule auch Computeranlagen und im gleichen Schuljahr fand in Kindberg die Bundesmeisterschaft Schülerliga Volleyball statt.

            1991/92 begann das sogenannte Teamteaching mit zwei Lehrern in Deutsch, Englisch und Mathematik. In diesem Jahr gab es auch eine Generalsanierung, welche 20 Millionen Schilling kostete. Im darauffolgenden Schuljahr gab es auch den Schulversuch „Binnendiffernzierung“, wobei die Schüler*innen der 2. Klassen in Leistungsgruppen geteilt wurden.

            1998 wurde Karl Pichler Direktor der August-Musger-Hauptschule, nachdem Gottfried Doppelreiter von ihm als provisorischer Leiter abgelöst wurde. 1999 fand das steirische Schülerligafinale in Kindberg erneut statt. 1999/2000 bekam eine Lehrerin der Schule – Sieglinde Rossegger –den Pädagogischen Panther, die höchste Auszeichnung für Schulen und Personen im Bildungswesen im Land Steiermark. Ende des Schuljahres 2000/01 bzw. in den nachfolgenden Ferien erfolgte die Renovierung des Turnsaals. Zudem wurde ein neuer Computerraum generiert, wobei auch das Internet an die Geräte angeschlossen wurde.

        • 2009 - 2014
          • Einführung der NMS

            Im Jahr 2009 nahm sich Klaus Kolednik der Leitung der Jakob-Eduard-Schmözer-Hauptschule an. Mit dem Schuljahr 2015/16 wurden österreichweit alle Hauptschulen im Stufenplan zu Neuen Mittelschulen (NMS) umgewandelt, weshalb beiden Hauptschulen in der Stadt Kindberg bereits zu Beginn des Schuljahres 2013/14 die 1. Klassen als NMS-Klasse führten.

        • 2016
          • Generalsanierung

            Im Juni 2016 wurde die drei Jahre andauernde Generalsanierung der Neuen Mittelschule, die 5,4 Millionen Euro kostete, fertiggestellt. Der aus Kindberg stammende und in Vico Morconte – in der Schweiz – lebende Maler Günter R. Sander, Onkel des Bürgermeisters Christian Sander, beschenkte die Schule mit einem Gemälde mit dem Titel „Von Pythagoras über Newton zu Einstein“, welches in der Direktion angebracht worden ist. In weiterer Folge wurde das Gemälde auf Leinwand gedruckt und auf der Fassade der Schule platziert.

        • 2016 - 2020
          • Von der NMS zur MS Kindberg

            Im Jahr 2017/18 wurde die Schule fusioniert und hieß ab diesem Zeitpunkt NMS Kindberg, welche Karl Pichler allein bis zum Jahr 2020 übernahm. Im Schuljahr 2020/21 ersetzte die Mittelschule (MS) die Neue Mittelschule (NMS).  Durch die Corona-Pandemie im März 2020 wurde die Schule intermedial und der Unterricht fand im Distance Learning statt. Zwar waren die iPads und das Apple TV schon vorher an der Schule im Einsatz, jedoch wurden nach der Pandemie ab der sechsten Schulstufe alle Klassen mit iPads ausgestattet. 

        • 2020 - 2023
          • MINT Gütesiegel

            Seit dem Schuljahr 2021/22 hat die Schule das MINT-Gütesiegel, welches größtenteils der ehemaligen Direktorin Gisela Haidenhofer zu verdanken ist. Margit Nievoll-Gallhofer übernahm im Schuljahr 2021/22 direkt das Amt der Direktion. Im selben Jahr ist die Mittelschule Kindberg außerdem eine Digitale Schule, um die Kompetenzen der Schüler*innen entsprechend der Anforderungen zu erweitern

    • Hier können Sie den gesamten Text von Frau Mag. Tatjana Himsl im Original nachlesen:

      Geschichte_der_MS_Kindberg.pdf